Fit für den Kleingarten? Hier kannst Du Dein Wissen über Pflanzen, Tiere und Kleingärten testen und erweitern! Oder einfach nur Spaß haben!
Pflanzen Tiere Kleingarten
Was ist eine "Kopulation mit Gegenzungen"?
A) eine Veredelungsmethode
B) die Fortpflanzungstechnik von Schnecken
C) etwas ganz Unanständiges!
D) die Fortpflanzungsmethode von Igeln
zeigen Richtig ist A).
Obstbäume, Beerenhochstämme und Rosen sind in der Regel veredelt. Veredeln bedeutet, dass man zwei Pflanzen so miteinander kombiniert, dass sie zusammenwachsen. Eine Pflanze (die sogenannte "Unterlage") liefert die Wurzel und einen mehr oder weniger großen Anteil des Stammes. Die Unterlage bestimmt das Wuchsverhalten. Von der zweiten Pflanze benötigt man nur einen jungen Zweig (das sogenannte "Edelreis"). Die zweite Pflanze bestimmt die Sorte, z. B. welchen Apfel der Baum trägt oder welche Rose blühen wird. Es gibt viele Techniken, Unterlage und Edelreis miteinander zu verbinden. Das sind die Veredelungsmethoden. Allen ist gemeinsam, dass das Kambium beider Hölzer miteinander in Kontakt kommt. Das Kambium ist die Wachstumsschicht zwischen Rinde und Holz. Bei einer Kopulation mit Gegenzungen müssen Unterlage und Edelreis etwa die gleiche Dicke haben. Sie werden im gleichen Winkel schräg angeschnitten. Bei einer einfachen Kopulation werden sie gegeneinander gedrückt und mit Bast verbunden. Bei einer Kopulation mit Gegenzungen werden beide Hölzer ein zweites Mal eingeschnitten, ineinander gesteckt und dann mit Bast verbunden. Diese Technik ist schwieriger, gibt aber eine stabilere Verbindung.
Einfache Kopulation und Kopulation mit Gegenzungen
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Was macht ein/e Gartenfachberater/in?
A) Weiss und kann alles besser und mischt sich ständig ungefragt ein!
B) Berät auf Wunsch oder Samstags von 10-12 Uhr im Fachgarten zu Fragen des Pflanzen- und Naturschutzes und zur kleingärtnerischen Nutzung.
C) Läuft kopfschüttelnd und gramgebeugt durch die Kolonie, weil er/sie soviel grausam behandelte Bäume und Gärten sieht!
D) Ist allwissend und alles könnend und ist jederzeit für alle immer da!
zeigen Richtig ist B).
Bei der Ausbildung zum Gartenfachberater liegt der Schwerpunkt auf dem Pflanzen- und Naturschutz. Das ist das Erkennen und Behandeln von Pflanzenkrankheiten ohne Schädigung der Umwelt. Gartenfachberater sind quasi "Hausärzte" für Pflanzen. Sie sind also keine Pflanzenexperten, die jede Pflanze und ihre Ansprüche kennen. Viele Gartenfachberater/innen haben sich jedoch im Laufe der Zeit einen sehr großen Erfahrungsschatz angeeignet, kennen die meisten Pflanzen unserer Kolonien und können auch über den Pflanzenschutz hinaus betraten. Die Gartenfachberater/innen der Kolonie und des Bezirks stehen als Ansprechpartner zur Verfügung (z. B. Samstags von 10-12 Uhr im Fachgarten).


Meine Rosen haben durch den vielen Regen gelitten. Das Laub ist verfärbt und sieht unschön aus. Was kann ich tun?
A) Ich fahre nach Polen und besorge mir ein Spritzmittel, das es hier nicht gibt. Das kostet weniger und wirkt.
B) Ich nehme es hin und unternehme überhaupt nichts. Das regelt die Pflanze selbst.
C) Ich schneide das befallene Laub heraus und sammle das auf den Boden gefallenen Laub ab.
D) Ich besorge mir im Fachhandel ein für den Haus- und Kleingartenbereich zugelassenes Pflanzenschutzmittel und wende es entsprechend der Gebrauchsanweisung an.
zeigen Richtig ist C) oder D).
Das Laub ist mit diversen Pilzen (z. B. Rosenrost, Sternrußtau, echter und falscher Mehltau) infiziert. Das befallene Laub stellt die hauptsächliche Infektionsquelle dar. Deshalb sollte man es frühzeitig von der Pflanze und vom Boden entfernen und auch nicht auf dem eigenen Kompost sondern per Laubsack entsorgen. In der Regel genügen diese Maßnahmen. Nur als letztes Mittel sollte man zur Chemiekeule greifen, denn gegen Pilze kommt man nur mit Chemie an. Dafür dürfen nur Mittel verwendet werden, die gesetzlich für den Haus- und Kleingartenbereich zugelassen sind. Wer sich z. B. in Polen nicht zugelassene Pflanzenschutzmittel besorgt und diese hier anwendet, handelt sehr verantwortungslos. Solche Verstöße können nach §68 Pflanzenschutzgesetz mit Bußgeldern bis 10.000,- € geahndet werden! Man schädigt nicht nur sich selbst, sondern vor allem andere, weil man Böden, Grundwasser, Insekten und über die Nahrungskette auch andere Tiere nachhaltig verseucht. Jeder, der so etwas macht, sollte sich hüten, sich über den aktuellen Eierskandal aufzuregen. Denn im Grunde handelt er so, wie seine Verursacher.


Was ist ein „Breitarsch“?
A) ein winterharter Kaktus
B) ein seltener Teichfrosch
C) ein alteingesessener Kleingärtner
D) eine alte Apfelsorte
zeigen Richtig ist D).
In Baumschulen und im Online-Versand gibt eine große Vielfalt an modernen und alten Obstsorten, die sich in Geschmack, Robustheit, Reifezeit, Verarbeitbarkeit etc. unterscheiden. Gerade alte Obstsorten schmecken oft besser als moderne Sorten und erst recht besser als alles, was man im Supermarkt kaufen kann. Obstbäume oder -sträucher sollte man nicht wahllos aus dem Supermarkt oder aus dem Baumarkt mitnehmen. Schließlich steht ein Obstbaum ca. 30ig Jahre. Da lohnt es doch, sich eine leckere Sorte auszusuchen!


Welche dieser Pflanzen sollten in einem Kleingarten nicht gepflanzt werden?
A) Thuja
B) Forsythie
C) Eisenhut
D) Wacholder
zeigen Richtig ist A),B,C),D), d.h. alle!
Die Thuja ist ökologisch bedeutungslos. Mit anderen, viel schöneren Heckenpflanzen (z.B. Haselnuss, Rotem Hartriegel, Holunder, Schlehe, Wildrosen) kann man Insekten und Vögeln Nahrung und Nistplatz spenden! Die Forsythie ist ökologisch sogar kritisch, weil sie als eine der raren Frühblüher hungrige Bienen anlockt, jedoch ihre Blüten weder Nektar noch Pollen spenden. Der Eisenhut ist zwar eine wichtige Bienenpflanze, jedoch extrem giftig. Sein Gift ist tödlich! Schon die Berührung mit der bloßen Haut kann zu Vergiftungen führen. Der Wacholder ist der Zwischenwirt des Birnengitterrostes. Kleingärten sind auf Obst- und Gemüseanbau ausgerichtet, daher sollten keine Zwischenwirte für Obst- und Gemüsekrankheiten gepflanzt werden.


Was sind die Grundregeln beim Obstbaumschnitt?
A) Finger weg! Bäume darf man nicht beschneiden!
B) Bäume schneidet man wie eine Hecke: Außen so stutzen, dass die Krone schön rund ist.
C) Senkrechte Wassertriebe ausreißen.
D) Alle Triebe abschneiden, die in Richtung des Kroneninneren wachsen.
E) Wenn zwei Triebe in die gleiche Richtung wachsen (Konkurrenztriebe), den schwächeren Trieb entfernen.
F) Äste muss man "rasieren", d. h. alle Triebe, die von den Hauptästen abgehen, sind zu kürzen.
G) Keine Stummel ("Kleiderhaken") stehen lassen.
zeigen Richtig ist C), D), E), G)!
Obstbaumschnitt erfordert einige Erfahrung, ist jedoch unumgänglich, wenn man gesunde Bäume und schöne Früchte mit guter Qualität ernten möchte. Ein gepflegter Obstbaum hat eine lockere ausgewogene Krone. Der Blick in Nachbars Garten ist leider viel zu selten ein guter Ratgeber. Viel besser ist ein Blick in das Büchlein zum Obstbaumschnitt, das jeder Gartenneuling bei uns überreicht bekommt. Wer es verlegt hat, findet eine einfache Anleitung im Menüpunkt Baumschnitt oder eine ausführliche Anleitung hier.


Wer ist ein Schädling im Garten?
A) der Regenwurm
B) der Marienkäfer
C) die Nacktschnecke
D) die Erdhummel
zeigen Richtig ist C)!
Der Tigerschnegel ist übrigens kein Schädling. Er ist ein Räuber und frisst andere Nacktschnecken. Frisches Grün nimmt er dagegen kaum zu sich. Bildquelle: Wikimedia Commons


Dieses Tier kreuzt Deinen Weg! Was machst Du damit?


A) Das Tier ist gefährlich! Sofort totmachen!
B) Ich setze es auf eine Pflanze mit Blattläusen, weil es Blattläuse frisst!
C) Ich setze es in den Komposter, weil es Pflanzenabfälle frisst!
D) Ich setze es auf eine Ameisenstraße, weil es Ameisen frisst!
zeigen Richtig ist B)!
Der Marienkäfer und seine Larven (links) sind wichtige Nützlinge. Sie vertilgen große Mengen an Blattläusen.


Dieses Tier ist ...


A) ein Maikäfer
B) ein Junikäfer
C) ein Dickmaulrüssler
D) ein Rosenkäfer
zeigen Richtig ist D)!
Der Rosenkäfer ist ein eindrucksvoller farbenprächtiger einheimischer Käfer. Er ist groß (2-3 cm lang) und glänzt stark metallisch, oft grünlich. Er ernährt sich vom Nektar der Rosen und ist völlig harmlos.


Welche Aufgaben hat der Vorstand einer Kleingartenkolonie?
A) alles zu verbieten, was praktisch, nützlich oder schön wäre (außer bei sich selbst und guten Freunden!)
B) Frühschoppen und Feste veranstalten
C) für die Einhaltung der Unterpachtverträge zur sorgen und die Finanzen zu verwalten
D) Abrissbirne, Dachabdecker, Heckenmörder, Grillkiller, Schuppenterminator, Terassenvernichter: kurz Spielverderber!
E) Für mich Konflikte mit meinen Gartennachbarn zu lösen.
zeigen Richtig ist C). Leider schauen einige Gartenfreunde zu selten in den Unterpachtvertrag, so dass der Vorstand dann regulierend eingreifen muss. Konflikte mit seinen Nachbarn sollte jeder Laubenpieper zuerst einmal selbst durch ein persönliches Gespräch zu lösen versuchen. Der Vorstand wird sich bei Nachbarschaftskonflikten an den Vorgaben des Unterpachtvertrages orientieren. Die Organisation von Festen und anderen Vereinsaktivitäten kann im Prinzip jedes Mitglied übernehmen. Das ist nicht unbedingt die Aufgabe des Vorstandes.

Für welche der genannten Objekte eines Kleingartens gibt es Auflagen, die eine Mindest- oder Maximalgröße festlegen?
A) Rasenfläche
B) Beetfläche
C) versiegelte Flächen
D) Laube
E) Terasse
F) Teich
G) Schwimmbecken
H) Gewächshaus
zeigen Richtig sind B),C), D), F), G) und H).
Zu A): Eine Rasenfläche muss überhaupt nicht vorhanden sein. Ihre Maximalgröße ist jedoch durch die kleingärtnerische Nutzung limitiert, die ca. 1/3 des Gartens ausmachen sollte. Rasenflächen zählen nicht dazu.
Zu B): Im Merkblatt zur Kleingärtnerischen Nutzung (beschlossen von allen Landesverbänden) ist festgelegt, dass die Beetflächen in einem Kleingarten mindestens 10% der Parzellenfläche ausmachen müssen. Davon muss zumindest die Hälfte dem Gemüseanbau gewidmet sein!
Zu C, D,E): Zusätzlich zu der für den Laubenbau erforderlichen bebauten Grundfläche von max. 24 m² und einer max. 0,80 m breiten Befestigung um die Laube herum dürfen höchstens 6% der verbleibenden Kleingartenfläche versiegelt sein. Versiegelte Flächen sind solche, in die Regenwasser nicht ungehindert eindringen kann, wie gepflasterte Wege und Terassen.
Zu F,G,H): Ein Teich darf maximal 10 m2 und ein Gewächshaus maximal 12 m2 groß sein. Der Durchmesser eines Schwimmbeckens darf maximal 3,6 m betragen, seine Höhe ist maximal 0,9 m und es darf nicht in das Erdreich eingelassen sein.
Das regeln die Verwaltungsvorschriften des Landes Berlin.


Welche dieser Pflanzen dürfen im Kleingarten nicht beliebig hoch werden?
A) ein Obstbaum
B) ein Rankgewächs
C) ein Ziergehölz
D) eine Hecke
zeigen Richtig sind C und D).
Die Höhe von Hecken an Einfriedungen regelt der Unterpachtvertrag. Sie dürfen eine Höhe von 1,25 m nicht überschreiten. Höhere Hecken sind nur an den Außengrenzen der Kolonie erlaubt. Auch an der Grenze zu den Nachbarparzellen ist eine höhere Hecke möglich, jedoch nur dann, wenn der Nachbar damit einverstanden ist. Auch für Ziergehölze ist nur eine Wuchshöhe von maximal 4 m erlaubt. Dabei ist jedoch auf die Kulturen der Nachbarn Rücksicht zu nehmen. Das ist so im Unterpachtvertrag festgelegt.


Was zählt zur „kleingärtnerischen Nutzung“?
A) ein Komposter
B) ein Schwimmbecken
C) eine Rasenfläche
D) ein Staudenbeet
zeigen Richtig ist A).
Nicht nur Obst- und Gemüseanbau, sondern auch bienenfreundliche Pflanzen wie Sommerblumen und auch Komposter zählen dazu. Der Obst- und Gemüseanbau muss dem Garten jedoch das Gepräge geben.


Wo entsorgt man seine Pflanzenabfälle?
A) in den Mülltonnen der Kolonie
B) im eigenen Komposter, Krankes in einen Laubsack
C) am besten im Garten verbrennen
D) über den Zaun in die Nachbarparzelle
zeigen Richtig ist B).
Laubsäcke bekommt man bei der BSR für 4 € pro Stück. Wenn man sie gefüllt abliefert, erhält man 1€ zurück. Alternativ kann man sie einfach vor das Gartentor stellen. Sie werden in der Regel zügig von Laubsacksammlern abgeholt, die sie dann zur BSR bringen und sich so den Euro verdienen. Alternativ kann man überschüssige Gartenabfälle auch in einem normalen Müllsack sammeln und selbst zur BSR bringen. Allerdings gilt das nur für "Baum- und Strauchschnitt". Laub und Rasenschnitt nimmt die BSR nur in ihren kostenpflichtigen Laubsäcken an!




Was ist „kleingärtnerische Nutzung“?
A) Die Besetzung einer Parzelle durch einen möglichst dickköpfigen und uneinsichtigen Gartenfreund.
B) Die Pflanzung von ein paar Obstbäumen, die regelmäßig möglichst radikal zu beschneiden sind, damit sie garantiert nicht tragen.
C) Das Umzingeln des Gartens mit zu hohen Hecken, um auf einem makellosem Rasen umgeben von Staudenbeeten und Ziergehölzen ungestört zu sein.
D) Der Obst- und Gemüseanbau muß dem Garten das Gepräge geben und mindestens ein Drittel der Parzellenfläche betragen.
zeigen Richtig ist D).
Kleingärten dürfen nicht mit einer Ansammlung privater "Wochenendhäuser" verwechselt werden, wo jeder tun und lassen kann, was er will. Sie sind vielmehr eine öffentliche Grünanlage, eine Erholungsoase für jedermann und ein sicherer Spielplatz, Erlebnisraum und Lernbereich für Kinder. Auch andere sollen sich an unseren Gärten erfreuen dürfen. Aus diesem Grund gibt es eine Beschränkung der Heckenhöhen. In Kleingärten soll die Gewinnung von Obst und Gemüse zur Selbstversorgung im Vordergrund stehen. Zu diesem Zweck werden sie den Pächtern besonders günstig überlassen. Als Gegenleistung müssen sich die Pächter an die Auflagen zur kleingärtnerischen Nutzung halten.